Die REMONDIS-Welt der Nachhaltigkeit

REMONDIS' World of Sustainability

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REMONDIS Nachhaltigkeit

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Die REMONDIS-Welt der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit hat unzählige Facetten – vor allem bei uns als Unternehmen, das sich tagtäglich für Ressourcenschonung und Klimaschutz einsetzt. Tauchen Sie ein in unsere Welt der Nachhaltigkeit und erfahren Sie mehr.

Die Zukunft kann warten?
Von wegen!

Trigger

Ohne Ressourcenschonung keine Nachhaltigkeit. Nur wenn es gelingt, der Rohstoffverknappung effizient entgegenzuwirken, haben Folgegenerationen und heutige Entwicklungsländer die Chance auf ein Leben in Wohlstand. Für uns als eines der weltweit führenden Unternehmen für Recycling, Service und Wasser kann es deshalb nur ein Ziel geben: anpacken und mit gutem Beispiel vorangehen. Gehen Sie mit.

Das Einzige, was eine Wegwerfgesellschaft entsorgt, ist ihre Zukunft

Trigger

Nach dem Prinzip Verwertung vor Beseitigung setzen wir alles daran, Stoffkreisläufe zu schließen, um den Abbau von Rohstoffen bzw. deren energieintensive Verarbeitung zu reduzieren. Mit höchstem Engagement und immer neuen Technologien. Denn Recycling ist zu wichtig, um sich mit Erreichtem zufriedenzugeben.

Sieht aus wie ein Industriegebiet, hat aber die CO2-Bilanz von 25.000 Hektar Wald

Trigger

Das Lippewerk in Lünen ist Technologiestandort und Klimaschutzprojekt in einem. Durch die hier getätigten Aktivitäten werden jährlich 466.000 t CO2 eingespart. In der Natur bräuchte es dafür ein Waldgebiet mit 37 Mio. Bäumen. Zum Spazierengehen sicher schön, aber versuchen Sie mal, in einem Wald 1.400 Arbeitsplätze zu schaffen.

Trinkwasser ist eine Selbstverständlichkeit?
748 Millionen Menschen sehen das anders

Trigger

Laut UN ist der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht. Tatsächlich beziehen weltweit immer noch 748 Millionen Menschen ihr Trinkwasser aus verunreinigten Quellen. Was man als hiesiges Unternehmen daran ändern kann? Eine ganze Menge. Die internationalen Projekte von REMONDIS beweisen es.

Streng genommen gibt es nur eine Wachstumsbranche.
Und die existiert seit 3,9 Milliarden Jahren

Trigger

Phosphor ist ein elementarer Lebensbaustein und unverzichtbar für alles Leben auf der Erde. Dementsprechend groß ist der Bedarf. Alleine in Europa wird jährlich über eine Million Tonnen Phosphor benötigt. Unter anderem als Basis für Dünge- und Futtermittel. Gesucht sind Innovationen zur Rückgewinnung, die diesen Herausforderungen gewachsen sind.

Was von Ihnen in 400 Jahren noch da sein wird?
Ihr Plastikmüll

Trigger

Wohl nirgends wird uns die Notwendigkeit von Kunststoffrecycling dringlicher vor Augen geführt als in unseren Weltmeeren. Hier treiben Plastikmüllteppiche, die so groß sind, dass man sie aus dem Weltraum erkennen kann. Lösen lässt sich das Problem indes nur auf der Erde. Mit einem bewussteren Konsumverhalten und mit konsequentem Kunststoffrecycling.

Trigger

Können Sie sich hier einen Spielplatz vorstellen?
Wir schon

Trigger

Erinnerungen sind leider nicht das Einzige, das Industriebrachen zurücklassen. Oft sind verbleibende Flächen in hohem Maße kontaminiert. Unsere Gesellschaft REMEX ProTerra bewegt, kultiviert und saniert jährlich 1,7 Millionen Tonnen Erde mit dem Ziel, verlorenen Boden zurückzugewinnen.

Gefährliche Abfälle gibt’s nur auf Giftmülldeponien?
Dann schauen Sie mal in Ihre Schubladen

Trigger

Gefahrstoffe gehören zu unserem Alltag. Leere Batterien beispielsweise enthalten gesundheitsschädliches Quecksilber und müssen mittels spezieller Verfahren entsorgt werden. REMONDIS ist dafür die richtige Anlaufstelle. Wir verfügen über weltweit führende Technologien zur Behandlung gefährlicher Abfälle – Quecksilberaufbereitung inklusive.

Wenn einem in Deutschland ein Licht aufgeht, könnte es an uns liegen

Trigger

REMONDIS erzeugt allein im Lippewerk jährlich 410.000 Megawattstunden Energie durch Abfallverbrennung. Das heißt klimaneutral und ohne Einsatz fossiler Brennstoffe. Außerdem entwickeln wir ständig neue Verfahren, mit denen sich sonst noch umweltschonend Strom und Wärme gewinnen lassen.

Wie lebt man Nachhaltigkeit?
Am besten von innen heraus

Trigger

Wasser predigen, Wein trinken? Nicht bei REMONDIS. Zu unserem ganzheitlichen Verständnis von Nachhaltigkeit gehört natürlich auch, dass wir selbst nachhaltig sind. Das beginnt bei der Energieeffizienz unseres Verwaltungsgebäudes und endet beim strikten Einhalten hoher sozialer Standards an allen REMONDIS-Standorten weltweit.

Gewinne sind zum Investieren da.
Am besten ins große Ganze

Trigger

Jedes Unternehmen versucht, Gewinne zu erzielen. Das ist natürlich auch bei REMONDIS so. Aber für uns ist Geld immer Mittel zum guten Zweck. Deshalb fließt ein Großteil unserer erwirtschafteten Gewinne in Innovationen und Technologien des Recyclings. Und damit in den Erhalt wertvoller Ressourcen.

Woanders arbeitet man nur für schwarze Zahlen.
Bei uns auch für grüne Werte.

Trigger

Immer mehr Arbeitnehmer suchen berufliche Herausforderungen, die vor allem sinnerfüllt und nachhaltig sind. Bei uns werden sie fündig. Und das unabhängig vom Bildungs- und Qualifizierungsgrad. Sich „Im Auftrag der Zukunft“ auf die Fahne zu schreiben, bedeutet für uns eben auch, Zukunft zu ermöglichen.

Haltung bewahren ist eine Sache der Einstellung.
Nicht nur am Bürostuhl

Trigger

Um Gesundheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten, führen wir regelmäßig ergonomische Arbeitsplatzuntersuchungen durch. Zudem sorgen höchste Sicherheitsstandards dafür, dass bei uns auch gesund bleibt, wer nicht im Sitzen arbeitet, sondern zum Beispiel in luftigen Höhen als Industriekletterer.

Haus mit Hirn:
das REMONDIS-Verwaltungsgebäude

Trigger

Unser 2010 fertiggestelltes Hauptverwaltungsgebäude ist ein Muster an Effizienz. Bei der Errichtung kamen gleich mehrere innovative Recyclingprodukte von REMONDIS zum Einsatz. Geheizt wird mit Abwärme aus dem eigenen Rechenzentrum. Die hauseigene Temperaturregulierung schaltet bei geöffneten Fenstern automatisch die Heizung ab. Ganz schön schlau.

Wir setzen auf gute Nachbarschaft.
Und das gleich hundertfach

Trigger

Ein wichtiges Merkmal unseres Unternehmens ist die dezentrale Organisation. Wir fühlen uns jedem einzelnen Standort verbunden und sehen uns als Partner der jeweils ansässigen regionalen Wirtschaft. Ganz im Sinne von globalem Denken und lokalem Handeln.

Jeden Tag die Welt ein bisschen besser machen – auch das ist gelebte Nachhaltigkeit

Trigger

Ressourcenschonung ist ein internationales Thema, beginnt aber zugleich im Kopf jedes Einzelnen. Deshalb muss Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zum einen global gedacht werden, zum anderen aber auch die Menschen vor Ort erreichen und mitnehmen. REMONDIS-Projekte zeigen, wie das gehen kann.

Das Schöne an Nachhaltigkeit:
Sie ist ansteckend

Trigger

Nachhaltigkeit ist kein Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Und vor allem: Nachhaltigkeit ist Teamwork. Deshalb arbeiten wir eng mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen zusammen, denen Ressourcenschonung und Klimaschutz ebenfalls am Herzen liegen. Das Ergebnis sind immer wieder neue Ansätze und Innovationen.

Wie eine 1 mit Sternchen für Unternehmen:
das REMONDIS-Nachhaltigkeitszertifikat

Trigger

Zusammen mit dem unabhängigen Institut Fraunhofer UMSICHT haben wir ein in dieser Form einzigartiges Nachhaltigkeitszertifikat entwickelt. Damit können Kunden ihre mit uns erzielten Leistungen im Bereich Ressourcenschonung und CO2-Einsparung dokumentieren lassen.

Am Anfang hochreines Kupfer,
am Ende Nadel im Heuhaufen?

Trigger

Rohstoffe verschwinden zwar nicht, aber sie verstecken sich. Und zwar in komplizierten Produkten, die mitunter aus so vielen winzigen Elementen bestehen, dass fraktionsreines Zurückgewinnen nahezu unmöglich ist. Konsequentes Stoffstromdenken erleichtert hier vieles.

Der beste Beweis, dass für die Tonne arbeiten auch hocheffizient sein kann

Trigger

Überall auf der Welt setzen Kommunen und Kunden der öffentlichen Hand auf das Expertenwissen von REMONDIS. Folge dieser sogenannten Öffentlich-Privaten Partnerschaften sind stabile Gebühren für die Bürger und professionelle Abfallbehandlung mit optimalen Recyclingquoten. Darüber freut sich am Ende auch die Umwelt.

Wo gebraut wird, braucht es Wasser.
Und uns

Trigger

Nachhaltige Produktion steht bei immer mehr Unternehmen ganz hoch im Kurs. Wir von REMONDIS helfen da gerne, wo wir können. Und wir können viel. Von der Abwasserbehandlung über die Reststoffaufbereitung bis zur Biogasproduktion direkt vor Ort.

Wir schicken Nachhaltigkeit auf die Reise.
Über alle Grenzen hinweg

Trigger

Nachmachen ausdrücklich erlaubt. Die am Standort Lünen praktizierte und von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnete Kreislaufwirtschaft dient weltweit als Vorbild. Der erfolgreiche Know-how-Transfer zeigt sich am Beispiel der eco-industrial parks in boomenden Regionen wie Asien, die sich am hohen Standard des Lippewerks orientieren.

Die vielleicht wichtigste Umweltbewegung:
an die eigene Nase fassen

Trigger

Neueste Studien haben ergeben: Jeder Einzelne von uns könnte viel mehr zur Ressourcenschonung beitragen. Einfach, indem er seinen Abfall besser – also sortenreiner – trennt. So ließen sich jährlich alleine in Deutschland 7,8 Millionen Tonnen mehr Wertstoffe in den Kreislauf zurückführen. Das entspricht 95 Kilogramm pro Einwohner.

Eine Rose wird eine Rose wird eine Rose.
Ein Auto wird Abfall

Trigger

Der Vergleich mit der Natur zeigt: Was wir Stoffkreislauf nennen, ist oft eine Mogelpackung. Das liegt vor allem an zu wenig ganzheitlichem Denken. So werden bei der Produktion meist Wertstoffe und Schadstoffe kombiniert, was ein 100-prozentiges Recycling unmöglich macht. Das sogenannte Cradle to Cradle®-Designkonzept schafft Abhilfe.

Nur weil etwas für die Zukunft gebaut wird,
hält es noch lange nicht ewig

Trigger

Die Produktwelt entwickelt sich ständig weiter – nicht zuletzt aufgrund der Energiewende. Aber schnell bleibt der Umweltnutzen von Photovoltaikanlagen oder Wärmeverbundsystemen auf der Strecke, wenn sie als Abfall nicht vernünftig recycelt werden können. Hier ist Forschungsarbeit gefragt.

Nachhaltigkeit ist die Zukunft.
Und Zukunft gehört gefördert

Trigger

Wo immer wir die Chance sehen, den Nachhaltigkeitsgedanken weiter voranzutreiben und gesellschaftlich zu verankern, sind wir mit Feuereifer bei der Sache. Das fängt bei Bildungskommunikation an und erstreckt sich über Beratertätigkeiten bis hin zur Mitmachmotivation für Kommunen. Denn gemeinsam für die gute Sache zu kämpfen, macht immer noch am meisten Spaß.

Es heißt, dass man in der Schule fürs Leben lernt.
Endlich ist da auch mal was dran

Trigger

Politiker und Wissenschaftler können noch so umfassende Pamphlete zum Thema Ressourcenschonung verfassen. Wichtig ist allein, was am Ende in der Gesellschaft ankommt. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den Nachhaltigkeitsgedanken dorthin zu bringen, wo er garantiert auf fruchtbaren Boden fällt – in Kindergärten und Klassenzimmer.

Bei uns stand Nachhaltigkeit schon auf der Agenda, als man damit noch keine Wahlen gewinnen konnte

Trigger

Unser Expertenwissen teilen wir gerne mit anderen. Als Berater für Politiker und Verbände tragen wir tagtäglich dazu bei, Aspekten wie Ressourcenschonung und Klimaschutz das nötige Gewicht zu verleihen. Lobbyarbeit in Sachen Nachhaltigkeit sozusagen.

Als wir anfingen, uns an der Uni zu engagieren, studierte er gerade mal das ABC

Trigger

Bereits seit 1994 kooperiert EURAWASSER Nord – ein Unternehmen der REMONDIS Gruppe – mit der Universität Rostock im Bereich Forschung und Nachwuchsförderung. In Semestern ausgedrückt kommt da ganz schön was zusammen. An Projekten natürlich auch.

Einen Planeten kann man nicht vervielfältigen.
Recyclingbemühungen schon

Trigger

Wäre der Ressourcenverbrauch überall auf der Welt so hoch wie in Deutschland, benötigte man 2,7 Erden statt einer. Die Lösung kann also nur lauten: bewusster konsumieren, weniger wegwerfen, besser recyceln. Um hier die Weichen auf Nachhaltigkeit zu stellen, arbeitet REMONDIS eng mit dem NABU zusammen.

Dass Meetings heiße Luft produzieren, lässt sich nicht vermeiden.
Dass sie CO2 produzieren, schon

Trigger

Das Steigenberger Hotel in Berlin wurde 2015 mit dem Meeting Experts Green Award ausgezeichnet. Warum? Weil bei hier stattfindenden Veranstaltungen strikt auf Nachhaltigkeit und CO2-Kompensation geachtet wird. REMONDIS unterstützt Steigenberger dabei mit einem eigens für die Hotelkette entwickelten Recyclingkonzept.

Wissen ist die einzige Ressource,
die unerschöpflich ist

Trigger

Alles redet von Ressourcenknappheit und Nachhaltigkeit. Aber was genau steckt eigentlich dahinter? Wir haben uns für Sie schlau gemacht und Ihnen wichtiges Hintergrundwissen rund ums Thema zusammengestellt und ansprechend aufbereitet.

Schwer zu sagen, was schneller dahinschmolz.
Seine Scholle oder die Klimaziele von Rio

Trigger

Zum ersten Mal so richtig ins Bewusstsein schaffte es das Thema Nachhaltigkeit mit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992. Damals wurde beschlossen, die Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoßes in Angriff zu nehmen. Passiert ist danach aber so gut wie nichts. Umso weniger Zeit bleibt uns heute, den Treibhauseffekt erfolgreich einzudämmen.

Ein Chor aus über 190 Stimmen –
bestehend aus Solisten

Trigger

Nachhaltigkeit ist zwar ein globales Thema, muss aber bis hinein in nationale Strukturen gedacht und umgesetzt werden. Was passiert da in diesem Spannungsfeld aus Welt-, EU- und Deutschlandpolitik? Und wie stellt sich Nachhaltigkeit in diesen unterschiedlichen Dimensionen dar? Dieses Kapitel liefert die Antworten.

Für drei Buchstaben aufstehen,
statt auf vier Buchstaben sitzen bleiben!

Trigger

Nachhaltigkeit erfordert Bewegung. Weltweit. Was genau alles in Bewegung kommen muss, damit unser Planet für alle 7 Milliarden Menschen zu einem lebenswerten Ort wird, fassen die 2015 von der UNO postulierten Sustainable Development Goals zusammen – kurz SDGs genannt.

118 Elemente zu entdecken, hat ewig gedauert.
Sie verschwinden zu lassen, geht erschreckend schnell

Trigger

Jeder hat schon mal etwas von Rohstoffknappheit gehört oder gelesen. Aber wie ernst steht es wirklich um die Verfügbarkeit unserer Ressourcen? Und welche davon lassen sich wie am besten einsparen? Wir verraten es Ihnen anhand ausgewählter Beispiele.

Über grüne Themen informiert man sich wie?
Querbeet natürlich

Trigger

In Sachen Nachhaltigkeit wächst ganz schön was heran – auch im Internet. Wir haben uns für Sie in den Dschungel aus Angeboten gestürzt und ein bisschen vorgearbeitet. Herausgekommen ist eine hübsch aufbereitete Sammlung an Websites, Portalen und Blogs. Da ist bestimmt für jeden was dabei.

Immer das Neuste vom Neuen haben zu wollen, kostet.
Vor allem Rohstoffe

  • Jährlich werden unzählige Mengen an Ressourcen verschwendet, um Dinge zu produzieren, die wir eigentlich gar nicht benötigen. Studien zufolge benutzt ein Mensch in Deutschland nur ein Viertel der Gegenstände, die er besitzt, regelmäßig. Das verdeutlicht: Wenn wir über Rohstoffknappheit und Ressourcenschonung reden, dann reden wir auch über Konsumverhalten. Gerade die Wohlstandsgesellschaften tragen mit ihrem Leben im Überfluss erheblich dazu bei, dass manche Rohstoffe über kurz oder lang nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen könnten. Für Indium zum Beispiel, das unter anderem zur Herstellung von Flachbildschirmen benötigt wird, hat das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) jüngst eine statische Reservenreichweite von 13 Jahren errechnet. Schon in wenigen Jahren droht damit ein erheblicher Engpass. Ähnlich kritisch sieht es auf den ersten Blick bei Kupfer aus, das für nahezu alle elektronischen Zukunftstechnologien unverzichtbar ist. Hier sind die Reserven – also die nach heutigem Stand wirtschaftlich abbaubaren Vorkommen – in 39 Jahren erschöpft. Allerdings ist es beim Thema der Rohstoffknappheit wie so oft im Leben. Vieles stellt sich im Endeffekt komplexer dar, als es auf den ersten Blick scheint. Denn wie kritisch die Versorgung mit einem Rohstoff ist, hängt von vielen Faktoren ab. So wird zum Beispiel Kupfer nicht als kritisch eingestuft, weil es für diesen Rohstoff sehr gute Recyclingmöglichkeiten gibt und die Recyclingquote von derzeit weltweit 20 Prozent in Zukunft wohl noch deutlich ansteigt. In Deutschland wird Kupfer schon jetzt zu 45 Prozent aufbereitet. Da ist also international noch Luft nach oben.

    • > Begriffsdefinition Reserven vs. Ressourcen
      Bei der Bewertung von Rohstoffvorkommen wird zwischen Reserven und Ressourcen unterschieden. Aussagekräftiger, weil mittelfristig relevanter, ist der Begriff Reserven. Er bezeichnet die Rohstoffmenge, die mit aktuell verfügbaren Methoden wirtschaftlich abgebaut werden kann. Ressourcen hingegen sind Vorkommen, die zwar nachweislich existieren, mit dem heutigen Stand der Technik aber nicht gefördert werden können.
    • Die Restverfügbarkeit von Rohstoffen wird mit der sogenannten statischen Reichweite beziffert. Sie gibt an, wie lange die Reserven bzw. Ressourcen bei aktueller jährlicher Fördermenge reichen würden.

Wann wird die Rohstoffversorgung kritisch?

Will man wirklich verlässliche Aussagen darüber treffen, wie ernst es um die Versorgung mit einzelnen Rohstoffen bestellt ist, muss man dafür unterschiedliche Aspekte in den Blick nehmen. Neben der statischen Reichweite und der Recyclingfähigkeit sind das unter anderem die wirtschaftlicheBedeutung und die Substituierbarkeit – also die Möglichkeit, den Rohstoff durch andere zu ersetzen –, aber auch Versorgungsrisiken in Form von Handelsbeschränkungen, unsicheren Förderregionen oder regionaler Konzentration von Rohstoffvorkommen. CUTEC hat sich genau dieser Aufgabe gewidmet. Herausgekommen ist eine Kritikalitätsbewertung für 14 ausgewählte Rohstoffe, die wir Ihnen hier übersichtlich als herunterladbare Infografik präsentieren.

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Die Rohstoffe in der Einzelbewertung

  • Für alle, die es ganz genau wissen wollen, haben wir im Folgenden Detailinformationen zu den Rohstoffen zusammengestellt. Darin enthalten sind neben der allgemeinen Beschreibung des Rohstoffs und seiner Verwendungszwecke auch Aussagen zur Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit, zur Verfügbarkeit sowie zu aktuellen Handelsbeschränkungen. Die Angaben fußen alle auf der 2016 erstellten CUTEC-Studie.

    • Chrom

      • Allgemeine Bedeutung:

        Chrom ist ein silberweißes, korrosionsbeständiges, gut verformbares und trotzdem hartes, paramagnetisches, hochschmelzendes Metall (Schmelzpunkt ca. 1.907 °C). Das weltweit gewonnene Chromit wird zu über 90 Prozent in der Metallurgie eingesetzt. Im Vergleich zur Nutzung als Legierungsbestandteil sind die übrigen Anwendungen – wie in der chemischen Industrie oder für Feuerfestmaterialien – nur von untergeordneter Bedeutung.

        Metallisches Chrom und dreiwertige Chromverbindungen, beispielsweise das natürlich vorkommende Chromiterz, sind gesundheitlich unbedenklich. Sechswertige Chromverbindungen (CrVI) hingegen sind giftig, karzinogen und mutagen. Sie werden vor allem als Oxidationsmittel für den Korrosionsschutz und als Vorprodukte für zahlreiche Chromverbindungen eingesetzt.

        Verwendungsbeispiele:

          • Edelstähle
          • Legierungen
          • Hart- und Dekoverchromung
          • Hochfeuerfeste Erzeugnisse
          • Chemikalien
          • Ledergerbung
          • Pigmente
          • Katalysatoren
        • Verfügbarkeit:

          Aktuell werden im Jahr ca. 27 Millionen Tonnen Chrom weltweit hergestellt. Die Chromreserven liegen derzeit über 480 Millionen Tonnen. Hieraus ergibt sich eine statische Reichweite von 18 Jahren. Chrom ist bezogen auf die Reservenbasis ein relativ knapper Rohstoff, allerdings liegen die geschätzten Ressourcen bei gut 12.000 Millionen Tonnen. Bei einer konstanten Fördermenge ergibt sich eine statische Ressourcenreichweite von 444 Jahren.

          Die Chromförderung konzentriert sich zu ca. 83 Prozent auf drei Länder: Südafrika weist mit knapp 56 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Kasachstan (14 Prozent) und Indien (13 Prozent). Bei den produzierenden Unternehmen ist die Konzentration auf die drei größten Produzenten mit knapp 37 Prozent nicht so extrem ausgeprägt.

        • Reserven (in Mio. t)
          480

          Ressourcen (in Mio. t)
          12.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          27

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          18

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          444

          Produzierende Länder (Top 3)
          Südafrika (55,5 %)
          Kasachstan (14,1 %)
          Indien (13 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          82 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Das Chromrecycling liegt derzeit bei ca. 13 Prozent und ist wirtschaftlich lohnend. Deshalb ist chromhaltiger Stahl- und Eisenschrott sehr gefragt. Grundsätzlich werden anorganische Chromverbindungen aber aufgrund ihrer Gesundheitsgefährdung mehr und mehr ersetzt.

        Chrom ist in seinen Hauptanwendungen im Bereich der Metallurgie nicht zu substituieren. Die Chromversorgung wird laut Bericht der Europäischen Kommission als kritisch eingestuft, was an der hohen Konzentration der drei größten Förderländer liegt.

        Substituierbarkeitsindex

        Handelsbeschränkungen:

        Mehrere Länder haben Chrom-Handelsbeschränkungen. Nach Angaben der OECD-Bestandsaufnahme über Rohstoffausfuhrbeschränkungen, werden Ausfuhrsteuern auf Chromabfälle und -schrott von Russland (6,5 Prozent) und Pakistan (25 Prozent) verwendet. In Indien gibt es Lizenzverträge für Chromerze und -konzentrate. In Südafrika sind diese Vereinbarungen auf weitere Chromprodukte erweitert.

      Gallium

      • Allgemeine Bedeutung:

        Gallium ist ein silberweißes Metall. Es wird hauptsächlich zur Herstellung von Galliumverbindungen wie Galliumarsenid, Galliumnitrid, Galliumphosphid oder Galliumantimonid verwendet. Diese Verbindungen wiederum dienen der Produktion von Halbleitern für integrierte Schaltungen (zum Beispiel für Smartphones) sowie optoelektronische Geräte (LEDs, Laserdioden, Fotodioden, Solarzellen usw.). Des Weiteren werden diese Verbindungen für niedrigschmelzende Legierungen eingesetzt und können auch als Quecksilberersatz für Thermometerfüllungen verwendet werden.

        Prognosen gehen davon aus, dass der Galliumbedarf für Dünnschicht-Photovoltaik und Mikrochips sowie im Bereich weißer LEDs und anderer Zukunftstechnologien enorm wachsen wird.

        Verwendungsbeispiele:

          • Halbleiter für integrierte Schaltungen und optoelektronische Geräte
          • Niedrigschmelzende Legierungen
          • Quecksilberersatz für Thermometerfüllungen
        • Verfügbarkeit:

          Im Jahr 2015 betrug die Bergwerksproduktion von Gallium 435 Tonnen. Gallium wird weltweit am häufigsten als Nebenprodukt bei der Aluminiumproduktion aus Bauxit gewonnen und lokal bei der Zinkverarbeitung. Der durchschnittliche Galliumgehalt in Bauxitlagerstätten beträgt 50 ppm (1 part per minute (ppm) entspricht einem Millionstel). Die Reserven an Bauxit liegen bei 28.000 Millionen Tonnen, die Ressourcen bei 65.000 Millionen Tonnen.

          Belastbare Daten über Produktion und Reserven von Gallium sind nicht verfügbar, aber mit diesen Daten und der Annahme, dass 95 Prozent des Galliums aus Bauxit gewonnen wird, ist es möglich, eine Abschätzung der Galliumreserven und -ressourcen sowie die Berechnung der statischen Reichweite für Gallium vorzunehmen. Die Ergebnisse dieser Abschätzungen zeigen, dass die Reserven an Gallium aktuell ca. 1,4 Millionen Tonnen und die Ressourcen ca. 3,3 Millionen Tonnen betragen. Aufgrund der sehr hohen Bauxitreserven und -ressourcen resultiert eine statische Reichweite für Gallium von über 3.000 Jahren und eine statische Ressourcenreichweite von sogar 7.471 Jahren. Jedoch nur ein kleiner Prozentsatz des Galliums in Bauxitlagerstätten ist potenziell gewinnbar.

        • Reserven (in t)
          1.400.000

          Ressourcen (in t)
          3.250.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          435

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          3.218

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          7.471

          Produzierende Länder (Top 3)
          China
          Deutschland
          Japan

          Verfügbarkeitsrisiko
          k. A.

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        In einigen Anwendungsbereichen der integrierten Schaltungen ist eine effektive Substitution von Galliumarsenid nicht möglich. Flüssigkristalle können anstelle von LEDs in Displays verwendet werden. In Laserdioden lassen sich statt Galliumarsenid Indiumphosphid oder Helium-Neon einsetzen. Silikonbasierte Leistungsverstärker in Mobiltelefonen können den Einsatz von Gallium substituieren. Bei den Solarzellen stellt Silikon die stärkste Konkurrenz zu Gallium dar.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Flüssigkristalle statt LEDs in Displays
        • Indiumphosphid/Helium-Neon statt Galliumarsenid in Laserdioden
        • Siliziumbasierte Leistungsverstärker in Mobiltelefonen
        • Silikon in Solarzellen

        Handelsbeschränkungen:

        Nach Angaben der OECD-Bestandsaufnahme über Rohstoffausfuhrbeschränkungen sind Exportbeschränkungen für Gallium in mehrere Länder zu sehen. China nutzt eine Mischung aus Exportsteuern (5 Prozent) und Exportquoten, eine Lizenzierung für den Export ist ebenfalls erforderlich. In Russland gilt eine 6,5-Prozent-Exportsteuer.

      Gold

      • Allgemeine Bedeutung:

        Der Preis des Edelmetalls Gold war im Jahr 2015 um 8 Prozent niedriger als im Vorjahr und 30 Prozent niedriger als im Rekordjahr 2012. Verwendung findet Gold vor allem in Schmuckwaren, in der Elektronikindustrie (Kontakte), in der Zahntechnik, bei Münzen und Medaillen, als Investment, in der Oberflächenvergoldung und in optischen Anwendungen (Beschichtungen, Spiegel).

        Verwendungsbeispiele:

          • Schmuck
          • Elektrotechnik (Kontakte)
          • Zahntechnik
          • Münzen und Medaillen
          • Investment
          • Oberflächenvergoldung
          • Optische Anwendungen (Beschichtungen, Spiegel usw.)
        • Verfügbarkeit:

          Die globale Gold-Bergwerksproduktion im Jahr 2015 belief sich auf 3.000 Tonnen. Mit den derzeitigen Reserven von 56.000 Tonnen beträgt die statische Reichweite 19 Jahre. Im Jahr 2015 wurden in den USA 140 Tonnen Gold aus neuem und altem Schrott rückgewonnen, etwas weniger als der ausgewiesene Verbrauch in den USA. Aufgrund des Preisrückgangs bei der primären Goldproduktion ist das Recycling von Gold seit 2011 rückläufig. Trotzdem wird Gold als nicht kritisch eingestuft.  

          Die Goldförderung konzentriert sich zu ca. 34 Prozent auf drei Länder: China weist mit knapp 16 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Australien (10 Prozent) und Indien (8,1 Prozent).

        • Reserven (in t)
          56.000

          Ressourcen (in t)
          k. A.

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          3.000

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          19

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          k. A.

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (16,3 %)
          Australien (10 %)
          Indien (8,1 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          34,4 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingfähigkeit von Gold ist hoch. 25 Prozent des in der Produktion verwendeten Edelmetalls werden wiederaufbereitet. Gold lässt sich substituieren, indem für elektrische und elektronische Produkte sowie Schmuckwaren Nichtedelmetalle als Basismaterial verwendet und mit Gold legiert werden. Viele dieser Produkte werden kontinuierlich weiterentwickelt, um bei gleichbleibendem Nutzwert den Goldanteil zu verringern.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Palladium, Platin und Silber können Gold substituieren

        Handelsbeschränkungen:

        Nach Angaben der OECD-Bestandsaufnahme über Rohstoffausfuhrbeschränkungen haben Benin, Fidschi, Indonesien, Mali, Senegal, Sierra Leone und Südafrika Lizenzvereinbarungen über Goldhandel. In Benin und Fidschi gilt eine 3-Prozent-Exportsteuer. In anderen Ländern sind keine weiteren Exportbeschränkungen bekannt.

      Indium

      • Allgemeine Bedeutung:

        Indium ist ein silberweißes, weiches Schwermetall, das mit den meisten anderen Metallen Legierungen bilden kann und im Allgemeinen die Festigkeit und Korrosionsresistenz des Legierungssystems erhöht. Seine Eigenschaft, transparent und elektrisch leitfähig zu sein, macht Indium-Zinn-Oxid (ITO) essenziell für Flüssigkristallanzeigen und Flachbildschirme.

        Außer für Dünnfilmbeschichtungen, Niedrigtemperaturlegierungen und Weichlote (zum Beispiel bleifreie Lote) wird Indium auch in Halbleitern (zum Beispiel in LEDs und Laserdioden) sowie in Dünnschichtsolarzellen eingesetzt.

        Für Display-Anwendungen hat Indium auch in Zukunft große Bedeutung und der Bedarf wird sich erhöhen. Weitere Einsatzbereiche, die an Wichtigkeit zunehmen werden, sind die Dünnschicht-Photovoltaik und weiße LEDs. Die Indiumnachfrage für die Herstellung von LEDs und Photovoltaikmodulen könnte im Jahr 2020 an die 20 Prozent der Indiumprimärproduktion erreichen. Im Jahr 2012 lag sie bei 7 Prozent. Für Display-Anwendungen könnte dieser Anteil um 5,5 Prozent jährlich wachsen aufgrund der steigenden Nachfrage nach Smartphones und Tablet-PCs.

        Verwendungsbeispiele:

          • Indium-Zinn-Oxid in Flüssigkristallanzeigen bzw. Flachbildschirmen
          • Niedrigtemperaturlegierungen
          • Weichlote
          • Halbleiter  
          • Dünnschichtsolarzellen
        • Verfügbarkeit:

          Im Jahr 2015 betrug die Bergwerksproduktion von Indium 755 Tonnen. 95 Prozent der Indiumproduktion werden als Nebenprodukt bei der Zinkproduktion gewonnen. Der durchschnittliche Indiumgehalt in Zinklagerstätten beträgt rund 50 ppm, die Zinkreserven und -ressourcen entsprechen 200 Millionen respektive 1.900 Millionen Tonnen.  Mit diesen Daten wurden die Indiumreserven bzw. -ressourcen sowie die statische Reichweite berechnet. Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen, dass die Reserven an Indium 10.000 Tonnen und an Ressourcen 95.000 Tonnen betragen. Die daraus resultierende statische Reichweite beträgt lediglich 13 Jahre, die statische Ressourcenreichweite 126 Jahre.

          Die Indiumförderung konzentriert sich zu ca. 78 Prozent auf drei Länder: China weist mit 49 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Südkorea (ca. 20 Prozent) und Japan (ca. 10 Prozent). Damit zeigt sich eine hohe regionale Konzentration bei der Indiumversorgung.

        • Reserven (in t)
          10.000

          Ressourcen (in t)
          95.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          755

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          13

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          126

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (49 %)
          Südkorea (19,9 %)
          Japan (9,5 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          78,4 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Das Recycling von Indium erfolgt vor allem durch Wiederverwertung von Rückständen aus dem Sputtern (Kathodenzerstäubung). Starke Preisvolatilität und Bedenken zur weiteren Verfügbarkeit von Indium veranlassen dazu, vermehrt nach Substituenten zu suchen. Der Einsatz in Displays stellt eine schwer substituierbare Anwendung dar. Es gibt Ansätze, Antimonzinnoxid als Substitut zu verwenden. Antimon ist jedoch wegen seiner Toxizität und Kanzerogenität umstritten. Auch Kohlenstoffnanoröhren werden als Alternative für ITO in Displays, Solarzellen und Touchscreens in Betracht gezogen. Aufgrund der schlechten Substituierbarkeit von Indium bei der Hauptanwendung (LCDs) und der erwarteten Nachfragesteigerung sind Verfügbarkeitsrisiken gegeben.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Antimonzinnoxid als Ersatz für ITO in Display-Anwendungen
        • Kohlenstoffnanoröhren als Alternative für ITO in Displays, Solarzellen und Touchscreens
        • Poly(3,4-thylen Dioxythiophen) (PEDOT) als Substituent von ITO in Displays und Leuchtdioden
        • Silber-Nanodrähte als Ersatz für ITO in Touchscreens  
        • Graphen-Quantenpunkte als Ersatz von ITO in Solarzellen und LCDs
        • Galliumarsenid als Substituent von Indiumphosphid in Solarzellen und Halbleiteranwendungen
        • Hafnium statt Indium in Legierungen von Kernreaktor-Steuerelementen

        Handelsbeschränkungen:

        Die Versorgung von Indium in China ist stark reguliert und eingeschränkt. Die Bergbauunternehmen müssen sich lizenzieren und Exportquoten werden zugeteilt. Im Jahr 2006 wurde in China eine Exportsteuer auf Indium eingeführt, die im Jahr 2009 von 15 Prozent auf 5 Prozent reduziert wurde. In Russland gilt auch eine Exportsteuer in Höhe von 6,5 Prozent.

      Kobalt

      • Allgemeine Bedeutung:

        Kobalt, ein Übergangsmetall, ist ferromagnetisch und sehr hart. Es behält seine Stabilität sowie die magnetischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen und besitzt eine relativ niedrige thermische wie elektrische Leitfähigkeit. Nachfrageimpulse in der Zukunft versprechen vor allem der Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien sowie neue Anwendungsbereiche der Superlegierungen (z. B. verschleißfeste Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierungen in orthopädischen Implantaten und hoch temperaturbeständige Superlegierungen für die Luftfahrtindustrie). Auch die Nutzung von Kobalt in Katalysatoren für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe wird in Zukunft zunehmen.

        Verwendungsbeispiele:

          • Batterien  
          • Superlegierungen  
          • Hartmetalle  
          • Katalysatoren
          • Magnete
          • Pigmente
          • Spezialchemikalien  
          • Hochwarmfeste Stähle, Oberflächenbeschichtung, Magnetbänder
        • Verfügbarkeit:

          Die globale Bergwerksproduktion von Kobalt im Jahr 2015 belief sich auf 124.000 Tonnen. Mit den derzeitigen Reserven von 7,1 Millionen Tonnen beträgt die statische Reichweite 57 Jahre. Die weltweiten identifizierten terrestrischen Kobaltressourcen entsprechen 25 Millionen Tonnen. Mehr als 120 Millionen Tonnen Kobaltressourcen wurden in Manganknollen und -krusten auf dem Meeresgrund identifiziert.

          50,8 Prozent der Weltbergwerksproduktion stammen aus der Demokratischen Republik Kongo. Weitere wichtige Länder sind China (5,8 Prozent), Russland (5,1 Prozent), Kanada (5,1 Prozent) und Australien (4,8 Prozent). Das bedeutet, dass die Kobaltförderung sich zu ca. 62 Prozent auf drei Länder und zu ca. 72 Prozent auf fünf Länder konzentriert.

        • Reserven (in t)
          7.100.000

          Ressourcen (in t)
          25.000.000*

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          124.000

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          57

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          202

          Produzierende Länder (Top 3)
          DR Kongo (50,8 %)
          China (5,8 %)
          Russland (5,1 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          61,7 %

          * zzgl. 120 Millionen Tonnen auf dem Meeresgrund

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate bei Kobalt beträgt 16 Prozent. In einigen Anwendungen führt der Ersatz von Kobalt zu einem Verlust in der Produktleistung.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Barium- oder Strontiumferrite, Neodym-Eisen-Bor- oder Nickel-Eisen-Legierungen in Magneten
        • Cer, Eisen, Blei, Mangan oder Vanadium in Lacken
        • Kobalt-Eisen-Kupfer oder Eisen-Kupfer in Diamant-Werkzeugen
        • Kupfer-Eisen-Mangan für die Härtung von ungesättigten Polyesterharzen
        • Eisen, Eisen-Kobalt-Nickel, Nickel, Cermet oder Keramiken in Schneid- und verschleißfesten Materialien
        • Eisen-Phosphor, Mangan, Nickel-Kobalt-Aluminium oder Nickel-Kobalt-Mangan in Lithium-Ionen-Batterien
        • Nickel-Basis-Legierungen oder Keramiken in Düsentriebwerken 
        • Nickel in Erdöl-Katalysatoren
        • Rhodium in Hydroformylierungskatalysatoren

        Handelsbeschränkungen:

        Kobalt wird aufgrund seines umfangreichen Abbaus in der Demokratischen Republik Kongo – einem Land, das von Unsicherheit, Ausbeutung, Korruption und Kriegswirren geprägt ist und zu den ärmsten Ländern der Welt zählt – als Konfliktmaterial eingestuft.

      Kupfer

      • Allgemeine Bedeutung:

        Die Verwendung von Kupfer ist weltweit sehr unterschiedlich. Verwendung findet es derzeit besonders als Kupfermetall und in Legierungen (Messing, Bronze, Neusilber) zum Beispiel für Rohre, Kabel, Drähte, Leitungen und Bleche.

        Zudem bildet Kupfer die Ausgangsbasis für alle elektrischen und elektronischen Zukunftstechnologien. Das weiche und verformbare Metall korrodiert nicht an der Luft (Bildung einer schützenden Oxidschicht) und wird nur von oxidierenden Säuren angegriffen. Kupfer lässt sich in vielen Formen wie Blechen, Folien oder Drähten weiterverarbeiten. Seine wichtigsten Eigenschaften sind elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Legierungsfähigkeit mit vielen anderen Metallen.

        Verwendungsbeispiele:

          • Kupfermetall und Legierungen für Rohre
          • Kabel, Drähte, Leitungen, Bleche usw. im Bauwesen
          • Elektrotechnik
          • Maschinenbau
          • Münzen
        • Verfügbarkeit:

          Derzeit beträgt die jährliche globale Produktion an Kupfer ca. 19 Millionen Tonnen bei geschätzten 720 Millionen Tonnen Kupferreserven weltweit [USGS 2016]. Damit errechnet sich eine statische Reichweite von 39 Jahren. Die identifizierten Kupferressourcen betragen ca. 2.100 Millionen Tonnen, was gemessen am heutigen Verbrauch eine statische Ressourcenreichweite von gut 112 Jahren ergibt.  

          Hauptexportland ist Chile mit einem Anteil von ca. 31 Prozent an der weltweiten Förderung. Weitere wichtige Länder sind China (9,4 Prozent), Peru (8,6 Prozent), die USA (6,7 Prozent) und die Demokratische Republik Kongo (5,3 Prozent).

          Betrachtet man die drei wichtigsten Förderländer, so ergibt sich in Summe ein Förderanteil von ca. 49 Prozent der Weltproduktion. Bei den produzierenden Unternehmen entfallen auf die drei wichtigsten Unternehmen gut 29,4 Prozent.

        • Reserven (in Mio. t)
          720

          Ressourcen (in Mio. t)
          2.100

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          18,7

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          39

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          112

          Produzierende Länder (Top 3)
          Chile (30,5 %)
          China (9,4 %)
          Peru (8,6 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          48,5 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Kupfer ist leicht zu recyceln, allerdings differieren die angegebenen Recyclingraten zwischen 20 und 47 Prozent. Die deutsche Recyclingrate (über 40 Prozent) belegt, dass sich noch erhebliche Potenziale erschließen lassen. Die nahezu einzigartigen Fähigkeiten von Kupfer hauptsächlich hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit erschweren seine Substitution.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Aluminium in Stromkabeln, elektrischen Geräten, Autokühlern, Kühl- und Kälterohren
        • Titan und Stahl in Wärmetauschern  
        • Glasfaser in Telekommunikationsanwendungen
        • Kunststoff in Wasserleitungen, Abflussrohren und Sanitärinstallationen

        Handelsbeschränkungen:

        Nach Angaben der OECD-Bestandsaufnahme nutzt China eine Mehrwertsteuerreduktion auf Kupferdraht. Indonesien hat auf Kupferabfälle und -schrott eine Lizenzvereinbarung. Russland nutzt verschiedene Exportsteuern zwischen 10 Prozent und 50 Prozent. In Sambia gilt auch eine Exportsteuer in Höhe von 15 Prozent für verschiedene Kupfermaterialien. Es gibt auch weitere Länder mit Handelsbeschränkungen für Kupfer.

      Niobium

      • Allgemeine Bedeutung:

        Niobium kommt in der Natur vor allem als Pyrochlor oder Niobit (Mischkristall mit Eisen, Tantal und Mangan) vor. Ein weiteres Erz mit Niobium und Tantalbestandteilen ist Coltan (Columbit-Tantalit-Erz). Niobium ist hochschmelzend (2.468 °C), widersteht allen Säuren außer Flusssäure und wird nur von Alkalischmelzen angegriffen. Es ist luft- und korrosionsbeständig, auch unter hohen Temperaturen, zudem weist es eine sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit auf. Niobium wird wegen seiner spezifischen Eigenschaften in vielen Bereichen genutzt.

        Verwendungsbeispiele:

          • Stahlveredler (Edelstähle) Legierungen
          • Superlegierungen (Flugzeugturbinen) Luftfahrt
          • Elektrolytkondensatoren
          • Katalysatoren
        • Verfügbarkeit:

          Die jährliche Niobiumproduktion betrug im Jahr 2015 etwa 56.000 Tonnen bei Reserven von etwa 4,3  Millionen Tonnen. Damit liegt die statische Reichweite bei 77 Jahren [USGS 2016]. Betrachtet man die Förderländer, so wird deutlich, dass Brasilien mit gut 89 Prozent nahezu alleiniges Herkunftsland für Niobium ist. Kanada weist noch etwa 9 Prozent der Niobiumförderung auf. Ähnlich sieht es bei den produzierenden Unternehmen aus: Die drei wichtigsten Firmen produzieren praktisch das gesamte Niobium (ca. 93 Prozent).

        • Reserven (in t)
          4.300.000

          Ressourcen (in t)
          k. A.

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          56.000

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          77

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          k. A.

          Produzierende Länder (Top 2)
          Brasilien (89,3 %)
          Kanada (8,9 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          98 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate wird für Niobium mit 11 Prozent angegeben. Niobium kann zwar in den verschiedenen Anwendungen substituiert werden, allerdings ist dies zum Teil mit hohen Kosten und/oder Leistungseinbußen verbunden.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Molybdän und Vanadium als Legierungselemente in hochfesten niedriglegierten Stählen
        • Tantal und Titan als Legierungselemente in rostfreien und hochfesten Stahllegierungen
        • Keramiken, Molybdän, Tantal und Wolfram in Hochtemperaturanwendungen

        Handelsbeschränkungen:

        Nach OECD-Angaben gilt in der Dominikanischen Republik und in Vietnam eine Exportsteuer von 5 Prozent und 20 Prozent auf Nioberze und -konzentrate. Lizenzverträge werden von Grenada, Ruanda und den Philippinen eingesetzt. Für Brasilien und Kanada sind keine Handelsbeschränkungen zu beobachten.

      Phosphor (Phosphat)

      • Allgemeine Bedeutung:

        Phosphor wird als Dünge-, Nahrungs- und Futtermittel in der Landwirtschaft verwendet. Weitere Anwendungen von Phosphor sind unter anderem Reinigungs-, Korrosionsschutz- und Flammschutzmittel.

        • Verfügbarkeit:

          Phosphor wird aus Rohphosphat hergestellt. Derzeit beträgt die jährliche globale Produktion an Rohphosphat ca. 223 Millionen Tonnen. Die Rohphosphatreserven liegen bei 69.000 Millionen Tonnen weltweit. Damit errechnet sich eine statische Reichweite von 309 Jahren. Die identifizierten Rohphosphatressourcen betragen ca. 300.000 Millionen Tonnen, was gemessen am heutigen Verbrauch eine statische Ressourcenreichweite von gut 1.345 Jahren ergibt.

          Die Rohphosphatförderung konzentriert sich zu ca. 71 Prozent auf drei Länder: China weist mit ca. 45 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Marokko (ca. 14 Prozent) und den USA (ca. 12 Prozent). Bei den produzierenden Unternehmen entfallen auf die drei wichtigsten gut 65 Prozent. Damit zeigt sich eine relativ hohe regionale und unternehmerische Konzentration bei der Rohphosphatversorgung.

        • Reserven (in Mio. t)
          69.000

          Ressourcen (in Mio. t)
          300.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          223

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          309

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          1.345

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (44,8 %)
          Marokko (13,5 %)
          USA (12,4 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          70,7 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Phosphorrecycling ist grundsätzlich möglich. REMONDIS hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem sich Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewinnen lässt. Mehr hierzu unter Phosphorrecycling

        Phosphor ist im Haupteinsatzbereich der landwirtschaftlichen Nutzung nicht substituierbar. In Zukunft könnten Phosphorablagerungen auf dem Meeresboden genutzt werden, sofern eine wirtschaftliche Gewinnung sichergestellt werden kann.

        Substituierbarkeitsindex

        Handelsbeschränkungen:

        Es sind keine Handelsbeschränkungen bekannt.

      Platingruppenmetalle

      • Allgemeine Bedeutung:

        Unter den Platingruppenmetallen versteht man die sechs Elemente Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Schwerpunktmäßig wurden in der CUTEC-Studie Platin und Palladium betrachtet. Alle Platinmetalle sind sehr selten, teuer und chemisch reaktionsträge. Mit chemisch reaktionsträge und mit Ausnahme von Iridium werden alle als Katalysator oder Katalysatorzusatz genutzt. Platin weist mit 21,5 g/cm³ eine doppelt so hohe Dichte auf wie Palladium. Die elektrische Leitfähigkeit ist demgegenüber mit 9,5·106 S/m bei Palladium und 9,7·106 S/m bei Platin nahezu identisch. Die Werte liegen deutlich unter denen von Silber oder Kupfer.

        Verwendungsbeispiele:

        • Platin

          • Kfz-Abgaskatalysatoren
          • Schmuck  
          • Investment
          • Katalysatoren (Chemie)
          • Elektronik
          • Medizintechnik (inkl. Dentaltechnik)
          • Petrochemie
          • Glas
        • Palladium

          • Kfz-Abgaskatalysatoren
          • Elektrotechnik
          • Katalysatoren (Chemie)
          • Medizintechnik (inkl. Dentaltechnik)
          • Schmuck
        • Verfügbarkeit:

          2015 lag die weltweite Produktion bei 178 Tonnen Platin und 208 Tonnen Palladium. Die Reserven bezifferten sich für beide Elemente auf gut 66.000 Tonnen, was einer statischen Reichweite von 171 Jahren entspricht. Die Ressourcen wurden mit 100.000 Tonnen bemessen.
          Die Versorgung mit Platin und Palladium ist als besonders kritisch einzustufen, da die Förderung vornehmlich in Südafrika (ca. 51 Prozent) und Russland (ca. 27 Prozent) liegt. Der Anteil der drei größten Unternehmen umfasst knapp 68 Prozent. Damit zeigt sich eine hohe regionale und unternehmerische Konzentration bei der Platin- und Palladiumversorgung.

        • Reserven (in t)
          66.000

          Ressourcen (in t)
          100.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          178 (Platin)
          208 (Palladium)

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          171

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          259

          Produzierende Länder (Top 3)
          Südafrika (51,3 %)
          Russland (26,7 %)
          Kanada (8,5 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          86,5 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate liegt bei knapp 35 Prozent. Vor allem das Recycling von industriellen Katalysatoren gilt als sehr effizient. Platin, Palladium und Rhodium sind von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung und in vielen Anwendungen nur schwer oder gar nicht zu ersetzen. Gemäß der Studie der Europäischen Union ist eine Substitution zwar möglich, aber mit hohen Kosten und/oder Leistungseinbußen verbunden. Die Substituierbarkeit von Platin und Palladium ist somit nur sehr eingeschränkt vorhanden.

        Substituierbarkeitsindex

        Handelsbeschränkungen:

        PGM werden als gefährdete oder kritische Materialien von mehreren Ländern aufgrund ihrer Länderkonzentration betrachtet. Gegenwärtig werden jedoch PGM weltweit gehandelt und keine Handelsbeschränkungen wurden identifiziert. In Russland gilt derzeit eine 6,5-Prozent-Exportsteuer auf alle PGM-Exporte. Streiks der südafrikanischen Bergleute im Jahr 2012 hatten die PGM-Produktion beeinflusst. Dies könnte auch in Zukunft nochmals vorkommen.

      Tantal

      • Allgemeine Bedeutung:

        Tantal findet sich in der Natur vor allem als Tantalit oder als Microlite und Wodgnite. Ähnlich wie Niobium ist es außerdem in Coltan enthalten. Tantal ist hochschmelzend (2.996 °C) und hart, aber dehn- und walzbar. Es widersteht allen Säuren außer Flusssäure und Alkalien, ist korrosionsbeständig und weist eine sehr gute elektrische wie auch thermische Leitfähigkeit auf. Tantal wird aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Größtenteils (42 Prozent) wird Tantal für Mikrokondensatoren in Computern, Fahrzeugelektronik, Mobiltelefonen sowie der Raum- und Luftfahrtindustrie verwendet.

        Verwendungsbeispiele:

          • Mikrokondensatoren   
          • Ta-metallbasierte Walzprodukte
          • Legierungszusätze, Superlegierungen etc.
          • Oxide und Chemikalien  
          • Carbide in Hartmetallen
        • Verfügbarkeit:

          Für das Jahr 2015 betrug die Bergwerksproduktion von Tantal knapp 1.200 Tonnen, die Reserven lagen bei etwa 100.000 Tonnen. Daraus ergibt sich eine statische Reichweite von 83 Jahren. Die verfügbaren Ressourcen wurden vor allem in Australien, Brasilien und Kanada identifiziert, genauere Zahlenangaben aber nicht getroffen.

          Die Tantalförderung konzentriert sich zu ca. 79 Prozent auf drei Länder: Ruanda weist mit 50 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo (ca. 17 Prozent) und Brasilien (ca. 13 Prozent). Damit liegt eine hohe regionale Konzentration bei der Tantalversorgung vor.

        • Reserven (in t)
          > 100.000

          Ressourcen (in t)
          k. A.

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          1.200

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          83

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          k. A.

          Produzierende Länder (Top 3)
          Ruanda (50 %)
          DR Kongo (16,7 %)
          Brasilien (12,5 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          79,2 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate bei Tantal beträgt 6 Prozent gemäß der EU. Eine Recyclingfähigkeit ist aber grundsätzlich vorhanden. Prinzipiell kann Tantal substituiert werden, allerdings erreichen die Substitute nicht zwingend die Eigenschaften von Tantal. Außerdem ist zu beachten, dass auch die Alternative Niobium als besonders kritisch bei der Versorgung eingestuft wurde.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Niobium in Carbiden
        • Aluminium und Keramik in elektronischen Kondensatoren
        • Glas, Niob, Platin, Titan und Zirconium in korrosionsfesten Anwendungen
        • Hafnium, Iridium, Molybdän, Niob, Rhenium und Wolfram in Hochtemperaturanwendungen

        Handelsbeschränkungen:

        Es gibt Handelsbeschränkungen in mehreren Ländern. Nach Angaben der OECD ist Ruanda das einzige Produktionsland, wo die Tantalproduktion kontrolliert wird. Ruanda hat eine Lizenzvereinbarung für Tantalerze und -konzentrate und ein Exportverbot für Tantalabfälle und -schrotte. China hat einen Mehrwertsteuernachlass für Tantal und Tantalprodukte eingeführt. In Russland gilt eine Exportsteuer in Höhe von 6,5 Prozent auf Tantalabfälle und -schrotte.

      Titan

      • Allgemeine Bedeutung:

        Titan vereint viele interessante Eigenschaften. Es ist sehr leicht und besitzt eine besondere mechanische Festigkeit. Hinzu kommen der hohe Schmelzpunkt und niedrige thermische Expansionskoeffizienten sowie die Resistenz gegen viele Substanzen (einschließlich Säuren und Salzwasser). Daher sind Titan und Titanlegierungen für viele Anwendungen von Bedeutung. Etwa 95 Prozent des weltweit erzeugten Titans werden als Titandioxid verwendet. Eingesetzt wird dieses Oxid in Farben, Lacken, Kunststoffen, Papier, Glas und Keramik. Die restlichen 5 Prozent werden zu Titanmetall verarbeitet.

        Prognostiziert wird ein steigender Bedarf durch neue Einsatzgebiete (Korrosionsschutz für Meerwasserentsalzungsanlagen, Implantate, miniaturisierte Kondensatoren, Farbstoffsolarzellen, Superlegierungen).

        Verwendungsbeispiele:

          • Stahl, Legierungen, Superlegierungen in Luft- und Raumfahrt
          • Medizinische Implantate
          • Chemischer Apparatebau
          • Petrochemie
          • Automobilindustrie
          • Desoxidation von Stahl
          • Ummantelung von Schweißstäben
        • Verfügbarkeit:

          Mit einer Bergwerksproduktion von 6,1 Millionen Tonnen und Reserven von 790 Millionen Tonnen beträgt die statische Reichweite 130 Jahre.
          Trotz hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist die Versorgungslage aufgrund ausreichender Streuung der produzierenden Länder (Top-3-Länder: ca. 38 Prozent) derzeit als weniger kritisch einzustufen.

        • Reserven (in Mio. t)
          790

          Ressourcen (in Mio. t)
          2.000

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          6,09

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          130

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          328

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (14,8 %)
          Australien (14,2 %)
          Vietnam (8,9 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          37,9 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate bei Titan beträgt 6 Prozent. Titandioxid kann in vielen Anwendungen substituiert werden. In Hightech-Produkten allerdings ist Titan wegen seiner herausragenden Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Leichtigkeit kaum zu ersetzen.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Ilmenit, Leukoxen, Rutil, Schlacke und synthetischer Rutil konkurrieren als Rohstoffquellen zur Erzeugung von TiO2-Pigment, Titanmetall und Schweißstab-Beschichtungen
        • Titan konkurriert mit Aluminium, Verbundwerkstoffen, intermetallischen Verbindungen, Stahl und Superlegierungen
        • Aluminium, Nickel, Edelstähle und Zirkon-Legierungen eignen sich für Anwendungen, die Korrosionsresistenz erfordern
        • Gemahlenes Calciumcarbonat, gefälltes Calciumcarbonat, Kaolin und Talkum sind geeignet als Weißpigment

        Handelsbeschränkungen:

        Mehrere Länder haben Handelsbeschränkungen für Titan. In der Ukraine und in Vietnam gelten Exportsteuern auf Titanabfall, -schrott, -erze, -konzentrate und -produkte zwischen 5 Prozent und 45 Prozent. Es gibt eine breite Palette von Ländern, in denen Handelsbeschränkungen für Titan eingeführt wurden.

      Wolfram

      • Allgemeine Bedeutung:

        In der Natur kommt Wolfram nur in chemischen Verbindungen und nicht in elementarer Form vor. Wolfram weist robuste physikalische Eigenschaften auf und hat den höchsten Schmelzpunkt aller unlegierten Metalle bzw. den zweithöchsten aller Elemente nach Kohlenstoff. Hauptsächlich wird Wolfram als Legierungszusatz zur Herstellung von harten und hitzebeständigen Legierungsstählen verwendet.

        Verwendungsbeispiele:

          • Hartmetall (Wolframkarbid)
          • Wolframmetall
          • Stähle
          • Legierungen und Superlegierungen für Werkzeugstähle hitzebeständige Stähle
          • Walzmaschinen
          • Schneidwerkzeuge
          • Bohrkronen
          • Inserts
        • Verfügbarkeit:

          Die jährliche Weltproduktion belief sich 2015 auf knapp 87.000 Tonnen mit Reserven von 3,3 Millionen Tonnen. Hieraus resultiert eine statische Reichweite von 38 Jahren. Über die potenziellen Ressourcen werden keine Zahlenangaben gemacht. Es wird nur angemerkt, dass die Ressourcen weit verstreut verteilt sind. Die Konzentration der Vorkommen ist mit ca. 82 Prozent der weltweiten Fördermenge sehr stark von China abhängig. Vietnam (5,7 Prozent) und Russland (4,4 Prozent) folgen mit deutlich geringeren prozentualen Fördermengen. Damit verfügen diese drei Länder über 91 Prozent der weltweiten Wolframressourcen. Bei der unternehmerischen Konzentration beträgt der Anteil chinesischer Staatsfirmen mehr als 83 Prozent. China besitzt damit fast eine marktbeherrschende Stellung.

        • Reserven (in Mio. t)
          3.300

          Ressourcen
          k. A.

          Jährliche Bergwerksproduktion (in t)
          87.000

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          38

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          k. A.

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (81,6 %)
          Vietnam (5,7 %)
          Russland (4,4 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          91,7 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate bei Wolfram beträgt 37 Prozent. Allerdings ist das Recycling von wirtschaftlichen Randbedingungen abhängig. Die Recyclingfähigkeit ist aber grundsätzlich gegeben. In einigen Anwendungen würde die Substitution von Wolfram zu erhöhten Kosten oder einer Verringerung der Produktleistung führen.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Molybdän für bestimmte Wolfram-Mühlenkomponenten
        • Molybdänstähle für Wolframstähle
        • Kohlenstoff-Nanoröhren-Fasern, Induktionstechnik und LEDs für auf Wolframelektroden oder -filamenten basierenden Leuchtmitteln
        • Abgereichertes Uran oder Blei für Strahlenschutzanwendungen oder Anwendungen, die hochdichte Materialien erfordern
        • Legierungen mit abgereichertem Uran für panzerbrechende Projektile

        Handelsbeschränkungen:

        China hat Handelsbeschränkungen für Wolfram eingeführt. Die Exportquote hat sich im Laufe der letzten Jahre reduziert.

      Zink

      • Allgemeine Bedeutung:

        Die Hauptanwendung von Zink besteht in der Verwendung als Korrosionsschutz von Stählen. Weitere Einsatzgebiete liegen in der Herstellung von Zinkdruckguss- und Messinglegierungen, Arzneimitteln, Kosmetik, Farben, Lacken, Keramik und Pigmenten.

        • Verfügbarkeit:

          Derzeit beträgt die jährliche globale Produktion an Zink 13,4 Millionen Tonnen. Die Zinkreserven liegen bei 200 Millionen Tonnen weltweit. Damit errechnet sich eine statische Reichweite von 15 Jahren. Die Zinkressourcen betragen ca. 1.900 Millionen Tonnen, was gemessen am heutigen Verbrauch eine statische Ressourcenreichweite von 142 Jahren ergibt.

          36,6 Prozent der Produktion stammen aus China. Weitere wichtige Länder sind Australien (11,8 Prozent), Peru (10,2 Prozent), die USA (6,3 Prozent) und Indien (6,2 Prozent). Das bedeutet, dass die Zinkförderung sich zu ca. 59 Prozent auf drei Länder und zu ca. 71 Prozent auf fünf Länder konzentriert. Bei den produzierenden Unternehmen entfallen auf die drei wichtigsten gut 54,2 Prozent.

        • Reserven (in Mio. t)
          200

          Ressourcen (in Mio. t)
          1.900

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          13,4

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          15

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          142

          Produzierende Länder (Top 3)
          China (36,6 %)
          Australien (11,8 %)
          Peru (10,2 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          58,6 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Die Recyclingrate liegt bei knapp 8 Prozent. Viele Elemente können Zink in chemischen, elektronischen und in Pigmentanwendungen ersetzen. Eine Substituierbarkeit ist also zumindest in diesen Anwendungsgebieten gegeben.

        Substituierbarkeitsindex

        Substitutionsbeispiele:

        • Aluminium und Kunststoffwerkstoffe ersetzen verzinkte Bleche im Automobilbereich
        • Aluminiumlegierungen, Cadmium, Farbe und Kunststoffbeschichtungen ersetzen Zinkbeschichtungen in anderen Anwendungen
        • Aluminium- und Magnesiumlegierungen dienen als Ersatz für zinkbasierte Druckgusslegierungen

        Handelsbeschränkungen:

        Es gibt Handelsbeschränkungen für Zink in mehreren Ländern. China nutzt einen Mehrwertsteuernachlass auf verschiedene Zinkprodukte. In Russland gilt eine Exportsteuer von 30 Prozent auf Zinkabfälle und -schrotte.

      Zirkon

      • Allgemeine Bedeutung:

        Zirkon ist das wichtigste natürlich vorkommende Mineral des Elements Zirconium und wird in der keramischen Industrie für Wand- und Bodenfliesen, Sanitär- und technische Keramik, Glasuren und Emaille eingesetzt. Darüber hinaus findet Zirconium Verwendung in Chemikalien, als Formgrundstoff im Gießereibereich, in Feuerfesterzeugnissen, Bildröhren, Schleifmitteln, Gläsern und Explosivstoffen.

        • Verfügbarkeit:

          Im Jahr 2015 lag die Produktion für Zirconium bei etwa 1,41 Millionen Tonnen, die Reserven wurden mit 78 Millionen Tonnen angesetzt. Daraus ergibt sich für Zirconium eine statische Reichweite von 55 Jahren. Die Ressourcen betragen 60 Millionen Tonnen und die daraus resultierende statische Ressourcenreichweite beträgt 43 Jahre.

          Blickt man auf die Förderländer, so liegt der Anteil Australiens bei ca. 36 Prozent, der Südafrikas bei 27 Prozent und der Chinas bei ca. 10 Prozent. Damit werden knapp 72 Prozent in drei Ländern produziert. Weitere wichtige Länder sind Indonesien mit ca. 8 Prozent der Weltproduktion und die USA mit ca. 4 Prozent. Betrachtet man die fünf wichtigsten Förderländer, so ergibt sich in Summe ein Förderanteil von ca. 85 Prozent der Weltproduktion. Bei den produzierenden Unternehmen entfallen auf die drei wichtigsten gut 66 Prozent. Damit zeigt sich auch bei Zirkon eine hohe regionale und unternehmerische Konzentration bei der Verfügbarkeit.

        • Reserven (in Mio. t)
          78

          Ressourcen (in Mio. t)
          60

          Jährliche Bergwerksproduktion (in Mio. t)
          1,41

          Statische Reservenreichweite (in Jahren)
          55

          Statische Ressourcenreichweite (in Jahren)
          43

          Produzierende Länder (Top 3)
          Australien (35,5 %)
          Südafrika (27 %)
          China (9,9 %)

          Verfügbarkeitsrisiko
          72,4 %

        Recyclingfähigkeit und Substituierbarkeit:

        Daten über die Zirkon-Recyclingrate sind nicht vorhanden. Die Substitutionsmöglichkeiten für Zirkon sind gering. Die hohe Nachfrage nach Zirkon und die kaum vorhandene Substituierbarkeit in speziellen Anwendungen führen zu einer besonders kritischen Rohstoffversorgung.

        Substitutionsbeispiele:

        • Gering in der chemischen und Feuerfestindustrie  
        • Bedingt in der keramischen Industrie
        • Stark durch Chromit, Cerabeads und Kerphalit in der Gießereinindustrie

        Handelsbeschränkungen:

        China hat Handelsbeschränkungen für Wolfram eingeführt. Die Exportquote hat sich im Laufe der letzten Jahre reduziert.

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